Coca: uralte Pflanze und umstrittenes Symbol
Mamma Coca präsentiert die göttliche Pflanze der Alten Welt
Kokapflanze
Kultivierte Kokasorten und Landschaften Südamerikas
Das Khoka-Projekt klassifiziert Koka (Erythroxylum spp.) in vier große kultivierte Typen, von denen jeder mit bestimmten Landschaften und Traditionen verbunden ist. Hayo (E. novogranatense var. novogranatense) wurde im vorkolumbischen Kolumbien angebaut, insbesondere in den Tälern des Magdalena und des Cauca sowie in der Region der Sierra Nevada. Thupa-Koka (E. novogranatense var. truxillense), bekannt für ihre großen königlichen Blätter, stammt wahrscheinlich von der nördlichen Wüstenküste Perus und verbreitete sich in die Anden und die Welt der Inka; sie ist nach wie vor von Ecuador bis in den Norden Chiles verbreitet. Mamox-Koka (E. coca var. coca), verbunden mit den Hochlagen der Anden und den feuchten Osthängen, wurde vom Osten Ecuadors bis nach Bolivien und in die Vorgebirge des Amazonas angebaut. Ipadu (E. coca var. ipadu), heimisch im Tiefland des Amazonas, spielt seit Langem eine zentrale Rolle im Alltags- und Ritualleben indigener Gruppen in Brasilien, Kolumbien und Peru. In ganz Südamerika wird Koka seit Jahrtausenden für spirituelle, medizinische und soziale Zwecke genutzt, wobei jede Sorte an eine eigene ökologische Zone und kulturelle Tradition angepasst ist.
Koka-Varianten in Südamerika
Museum für moderne Kunst MedellínMuseo de Arte Moderno de Medellín
Das Museum für moderne Kunst Medellín entstand aus dem bürgerschaftlichen Anspruch, dass zeitgenössische Kunst ins öffentliche Leben gehört, in einer Stadt, die oft über Industrie und Gewalt erzählt wird. Es ist in einem umgenutzten Stahlwerk in Ciudad del Río untergebracht und wurde in den 2010er-Jahren erweitert. Mit Ausstellungen, Film und einer Sammlung kolumbianischer und lateinamerikanischer Kunst zeigt es, wie Experiment, Politik und Alltagsmaterialien Erinnerung tragen können.
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