Santa Fe de Antioquia
Santa Fe de Antioquia (gegründet 1541) gilt in Kolumbien oft als sorgfältig bewahrtes koloniales Kernland – weniger als Spektakel denn als ein Ort, an dem die Vergangenheit noch immer den Takt vorgibt. Die Ankunft ist haptisch: ein gepflastertes Straßengitter, weiß getünchte Fassaden mit ockerfarbenen Sockeln, Holzbalkone und [celosias] (hölzerne Gitterfenster), die Hitze und Licht in schattige Patios filtern. Als einstige Hauptstadt Antioquias bewahrt die Stadt eine stille bürgerliche Gravität; steinerne Kirchenfronten und Herrenhäuser verleihen dem Alltag eine wohldosierte Ruhe.