Angkor Thom
Im Herzen Kambodschas erhebt sich Angkor Thom als eindrucksvolles Zeugnis der Größe des Khmer-Reiches, das einst Südostasien beherrschte. Die Stadt wurde Ende des 12. Jahrhunderts von König Jayavarman VII. erbaut und atmet Geschichte in ihren filigranen Reliefs und gewaltigen Steinbauten, die von Macht, Frömmigkeit und Kunst erzählen. Im Zentrum steht der Bayon-Tempel, ein rätselhafter Bau mit mehr als 200 gelassenen Steingesichtern, die als Abbild des Königs und als Ausdruck einer göttlichen, vom Buddhismus geprägten Königsherrschaft gelten.
Die Mauern von Angkor Thom sind reich an kultureller Bedeutung: Sie zeigen lebendige Szenen epischer Schlachten und des Alltagslebens und spiegeln die Verschmelzung hinduistischer und buddhistischer Einflüsse jener Epoche wider. Die monumentalen Tore, gesäumt von Reihen von Devas und Asuras, die an der mythischen Schlange Naga ziehen, rufen den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse in Erinnerung. Wenn die Sonne untergeht und goldenes Licht über die Ruinen fällt, werden Besucher von einer Atmosphäre der Ehrfurcht und Zeitlosigkeit erfasst und spüren, welche bleibende Rolle Angkor Thom für das kulturelle Erbe und die Identität Kambodschas spielt.