Angkor Wat

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Angkor Wat wurde im frühen 12. Jahrhundert von König Suryavarman II als Vishnu geweihter Staatstempel errichtet und später schrittweise als buddhistisches Heiligtum neu gedeutet – ein Spiegel von Kambodschas sich wandelndem sakralen Leben. Ein gewaltiger Wassergraben rahmt ein strenges kosmisches Diagramm: fünf Lotustürme, die wie der Berg Meru aufragen, Galerien, auf Sonne und Jahreszeiten ausgerichtet, und Flachreliefs, die das Mahabharata und andere Epen in disziplinierter Khmer-Steinmetzkunst entfalten. Teils imperiale Proklamation, teils lebendiger Schrein, besteht es fort als das eindringlichste Bild von Hingabe und Erinnerung des Landes.