London
London (im 1. Jh. n. Chr. von den Römern gegründet) wird oft als das bestimmende Zentrum Britanniens wahrgenommen – imperial in der Erinnerung, pragmatisch im Ton und unverkennbar global in seiner Reichweite. Bei der Ankunft begegnet man einer Stadt, die in Schichten gebaut ist: zeremonieller Stein rund um Westminster, viktorianische Bahnarchitektur aus Schiene und Ziegel, und scharfes neues Glas, das über der Themse aufragt – alles zusammengehalten von Vierteln, deren Charakter sich von Straße zu Straße ändern kann.
Die Vergangenheit spricht noch immer durch Institutionen, die den Alltag prägen – Regierung, Recht, Verlagswesen und Museen –, während die Gegenwart von Finanzwirtschaft, Technologie und einer gewaltigen Kreativökonomie angetrieben wird. Wohlstand ist sichtbar, ebenso der Druck von Kosten und ständiger Neubebauung; doch Londons prägende Energie entsteht aus der Mischung von Herkünften und Akzenten, einem sozialen Gefüge, das sich immer wieder neu formt, ohne sein Gespür für Ritual zu verlieren. Diese Offenheit zeigt sich auch am Tisch, wo Pub-Komfort und Markttradition selbstverständlich neben Küchen stehen, die aus dem ehemaligen Empire und weit darüber hinaus mitgebracht wurden.