Der Misanthrop
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Der MisanthropPieter Brueghel der Jüngere

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Dieses allegorische Gemälde (um 1600) spiegelt nachreformatorische Themen des moralischen Verfalls wider. Eine mönchsähnliche Figur, in Frömmigkeit versunken, wird von einem Dieb bestohlen, der in einer Kugel eingeschlossen ist – ein Symbol für die Unentrinnbarkeit der Sünde. Brueghel kritisiert geistige Isolation und warnt, dass die Abkehr von der Welt nicht von ihrer Verderbtheit befreit. Die Szene verbindet Satire mit Moralphilosophie.