Galilee
Im Norden Israels vereint Galiläa sanfte Hügel mit den stillen Wassern des Sees Genezareth zu einer Landschaft, in der Natur und Geschichte eng verwoben sind. Sonnenaufgänge über den Golanhöhen scheinen alte Erzählungen wachzurufen, während Olivenhaine und Weinberge heilige Stätten umgeben. Seit Jahrhunderten ist diese Region ein Schnittpunkt von Völkern; Kanaanäer, Israeliten, Römer und Byzantiner hinterließen Spuren in Ruinen, Bräuchen und Ortsnamen.
Nazareth, wo nach christlicher Überlieferung Jesu Jugend und der Beginn seines Wirkens verortet werden, und Tiberias, 20 n. Chr. von Herodes Antipas gegründet, prägen das religiöse und geistige Erbe Galiläas. Heute leben jüdische und arabische Gemeinschaften Seite an Seite, die Wirtschaft stützt sich auf Landwirtschaft, Tourismus und neue Technologien. Auf den Märkten mischen sich Hebräisch und Arabisch mit dem Duft von Oliven, Wein und Speisen wie Shakshuka und Kibbeh und spiegeln eine vielschichtige, widerstandsfähige Identität wider.