Rio de Janeiro
Rio de Janeiro (1565 von den Portugiesen gegründet) ist Brasiliens mythischste Stadt – weltweit ikonisch, doch selten auf ihre Bilder zu reduzieren. Die Landschaft gibt den Takt vor: Granitgipfel, eine weite Bucht und lange Strände ziehen das Alltagsleben nach draußen, während die Straßen zwischen kolonialen Kirchen, moderner Uferarchitektur und steilen Hangvierteln hindurchgleiten, in denen Kontraste auf den ersten Blick sichtbar sind.
Einst Sitz des Imperiums und später Hauptstadt des Landes, bewahrt Rio auch nach der Verlagerung politischer Macht andernorts kulturelle Autorität. Der Tourismus ist konstant, ebenso aber Hafenarbeit, Dienstleistungen und eine kreative Ökonomie, die Musik und Nachtleben in Bewegung hält; das Museum of Tomorrow deutet einen zeitgenössischen bürgerschaftlichen Anspruch an. Ungleichheit bleibt Teil der urbanen Geografie und prägt, wie unterschiedliche Rios innerhalb desselben Blickfelds nebeneinander bestehen.