Koptisches Museum
Das 1910 von Marcus Simaika Pascha im koptischen Kairo gegründete Koptische Museum bewahrt das materielle Gedächtnis der Christen Ägyptens, deren Kirchen neben römischen Festungen, mittelalterlichen Moscheen und unter osmanischer Herrschaft Bestand hatten. Geschnitzte Schirmwände, Ikonen, Textilien und Handschriften zeigen, wie pharaonische Motive, hellenistische Handwerkskunst und byzantinische Frömmigkeit zu einer eigenständigen koptischen Bildsprache umgeformt und in den islamischen Jahrhunderten erneut angepasst wurden. Stille Innenhöfe und an mashrabiyya erinnernde Fassaden machen das Gebäude selbst zu einer Lektion in Kontinuität und Widerstandskraft.
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