2004 © Maxim Tabachnik
St.-Joseph-Kirche
Die St.-Joseph-Kirche wurde 1752–66 für den Adligen Wacław Rzewuski als Familienmausoleum errichtet und dem Schloss Pidhirtsi gegenüber platziert, sodass die Residenz ihr eigenes sakrales Spiegelbild vor sich hatte. Ihre spätbarocke Kuppel und der korinthische Portikus inszenieren den Zugang und verbinden aristokratische Macht, katholisches Ritual und Erinnerung in den ehemaligen Grenzlanden der Polnisch‑Litauischen Adelsrepublik. Krieg und Vernachlässigung haben Teile der skulpturalen Krone zerstört — von neun Heiligen sind nur sieben erhalten —, doch die Kirche verankert das Ensemble weiterhin in einem Gefühl von Zeremonie und Verlust.
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